ICT-Bildungsbedarfsprognose: Bis 2033 braucht es 54'400 zusätzliche ICT-Fachkräfte
September 2025: BSS hat die 8. Bildungsbedarfsprognose für ICT-Berufsbildung Schweiz durchgeführt. Die wichtigsten Erkenntnisse wurden an der Medienkonferenz vom 18. September 2025 anlässlich der SwissSkills in Bern vorgestellt.
Im Jahr 2024 waren 266'000 Personen (Erwerbstätige und Lernende) im Berufsfeld ICT beschäftigt. Das entspricht 5.5 Prozent der Gesamtbeschäftigung. Seit 2010 ist die Beschäftigung im Berufsfeld ICT um 68 Prozent gestiegen; deutlich stärker als die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung (+16%). Die Beschäftigten aus dem Berufsfeld ICT wurden in diversen Branchen nachgefragt: Rund ein Drittel der Beschäftigten aus dem Berufsfeld ICT arbeitete im Jahr 2024 in den ICT-Kernbranchen (ICT-Dienstleistungen, Telekommunikation und IT-Hardware). Zwei Drittel der Beschäftigten waren in anderen Branchen tätig (wie Finanzdienstleistungen, Unternehmensberatung oder in der öffentlichen Verwaltung). Wir schätzen den zusätzlichen Fachkräftebedarf bis 2033 auf 128'300 Personen. Davon können 35 Prozent durch neue inländische Fachkräfte (Arbeitsmarkteintritt von Neuabsolventinnen und Neuabsolventen) und 23 Prozent durch ausländische Fachkräfte (Zuwanderung) gedeckt werden. Es verbleibt somit eine Lücke bzw. ein Bildungsbedarf von 54'400 Fachkräften. Obwohl diese Fachkräfte mehrheitlich einen tertiären Bildungsabschluss haben sollten, darf die Bedeutung der beruflichen Grundbildung nicht unterschätzt werden: Rund 44 Prozent der gesuchten Bildungsabschlüsse haben ihren Ursprung in der beruflichen Grundbildung. Dies unterstreicht die Bedeutung der Berufslehre als Zulieferer von Fachkräften auf allen Ebenen.
Links: Projektbericht, Medienkonferenz von ICT-Berufsbildung Schweiz
