Was bedeuten höhere Lohnbeiträge für Wirtschaft und Haushalte?
Januar 2026: In einer neuen Studie im Auftrag des Schweizerischen Arbeitgeberverbands analysiert BSS gemeinsam mit Marius Brülhart (Uni Lausanne) die volkswirtschaftlichen und verteilungspolitischen Folgen einer Lohnbeitragserhöhung zur Finanzierung sozialpolitischer Vorhaben.
Die Schweizer Politik steht vor milliardenschweren Finanzierungsbedarfen: Von der 13. AHV-Rente über die Kita-Initiative bis zur Sanierung der AHV. Würden diese Vorhaben ausschliesslich über Lohnbeiträge finanziert, wäre eine Erhöhung um rund 3,7 Prozentpunkte erforderlich. Die Studie zeigt auf Basis einer Literaturanalyse, dass höhere Lohnbeiträge mittel- bis langfristig negative Auswirkungen auf Beschäftigung, Standortattraktivität und Wirtschaftswachstum haben. Zudem berechnet sie anhand der Haushaltsbudgeterhebung des BFS, wie unterschiedliche Haushaltstypen von einer Lohnbeitragserhöhung betroffen wären und stellt diese einer aufkommensäquivalenten Mehrwertsteuererhöhung gegenüber.
Zentrale Ergebnisse: Eine Lohnbeitragserhöhung belastet vor allem erwerbstätige Haushalte mit mittleren und hohen Einkommen, während Rentnerhaushalte weitgehend verschont bleiben. Die Mehrwertsteuer verteilt die Last breiter über alle Altersgruppen, belastet aber Haushalte mit tiefen Einkommen relativ stärker.
Links: Studie, Medienmitteilung «Arbeitgeberverband»
Medienecho: Artikel der Aargauer Zeitung (hinter Bezahlschranke), Corriere del ticino, Beitrag auf RTS Forum
